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Montag, 2. Januar 2023

Igelwohnung, klein und fein

Natürlich ist mir "mein" Igel im Garten das Jahr über schon oft begegnet. Und das macht mich froh! Ich habe zwar viele Schnecken, aber auch mindestens einen Igel! 


Aber wo er aktuell wohnt, wusste ich bisher noch nicht. Bis ich neulich zwischen Rutenbündel, Wasserfass und Pflanzpott zufällig sein kleines Häuschen fand! Selbstgebaut und gut geschützt. 


Wie wertvoll etwas Unordnung im Garten ist, zeigt der Igel-Bungalow, den er ohne das herumliegende Material gar nicht hätte bauen können. 


Nicht aufräumen kann man das ganze Jahr! Den Winter über lasse ich die meisten Stauden stehen, die Goldruten zum Beispiel, die mit ihren Samenständen so herrlich samtig wirken! Von der Blüte zum Samenstand zum Nistmaterial - immer schön, immer nützlich!

Donnerstag, 18. Mai 2017

Abseilen mit Schneckenschleim


Die Schnecken machen sich an regennassen Abenden wie diesem wieder über meine Pflanzen im Garten her.  Irgendwie sind sie überall, ihr Kommen und Gehen verliert sich im Dunkeln, und schnell sind sie auf ihre Art auch noch... Aber ich bin müde von der Arbeit und habe heute eigentlich keine Lust, sie wieder abzusammeln und zum Waldrand zu bringen - sollen sie doch fressen. Doch da - sehe ich recht?!



Vor meinen Augen überwindet die Schnecke mit lässiger Eleganz und der ihr eigenen Selbstverständlichkeit die verschiedenen Etagen meines sprießenden Alants, ... 

... zuverlässig getragen und abgeseilt vom eigenen Schneckenschleim! Ich staune nicht schlecht!












Und genauso formvollendet landet sie auf ihrem Zielblatt mit einer Körperspannung, die sonst nur Tänzer aufweisen. Ich bin ehrlich begeistert.

Der Schleim hat sie in ihrem Tempo von oben nach unten geleitet (aufwärts muss sie aber wieder zu Fuß gehen - wenn ich sie nicht inzwischen in den Wald bringe). 

Übrigens soll ja bei Schneckenschleim angeblich nichts so richtig helfen, wenn man ihn mal an den Fingern hat. Aber es ist einfach: die Hände an einem trockenen Tuch abreiben, daran haftet er sofort. 

Schnecken kann man also nicht nur bekämpfen, sondern auch beobachten. Es lohnt sich! Es sind faszinierende Tiere! Es gibt auch ein spannendes Buch über sie, das ich nur empfehlen kann: Das Geräusch einer Schnecke beim Essen von Elisabeth Tova Bailey. 


Dienstag, 2. Mai 2017

Das Moor ruft!


Denk daran:
Dich um mal wieder um dich selbst zu kümmern,

den Augenblick zu genießen,

das eigene Heim schön herzurichten,

dich auf die Früchte des Sommers zu freuen,

lebendig und flexibel wie ein Baum zu sein,

dich ab und zu über die Dinge zu erheben

und deinem eigenen Weg zu folgen.

...


Montag, 27. Februar 2017

Winterbienen-Einkehrtipp

Heute summte plötzlich eine Biene an dem offenen Fenster entlang, laut und suchend. Vielleicht hatte sie meinen Topf mit aufgeblühten Hyazinthen auf der Fensterbank gerochen? Es war warm und trocken genug zum Fliegen für sie, aber der Blick hinaus sagte mir, dass sie noch sehr wird herumfliegen müssen, um ein paar Blüten zu finden...


Also stellte ich die Hyazinthen sofort nach draußen. Das sprach sich sofort herum, wenig später war mein Topf ganz umschwärmt! 


Das ist doch wirklich besser als das Zuckerwasser der räuberischen Imkermenschen...

Sonntag, 11. September 2016

Mittwoch, 6. April 2016

Ostergrüße aus Wien



Zugegeben... das ist nicht wirklich Naturfotografie, aber ich finde diese "Sphinxen" aus der weitläufigen Familie des Dürerschen Osterhasen einfach schön!

Samstag, 23. Januar 2016

Vogelhöhlen aus Filz


Diese Vogelhöhlen sollen das ganze Jahr draußen bleiben. Sie können Vögeln im Winter  einen warmen Unterschlupf für die Nacht bieten und in der warmen Jahreszeit als Bruthöhle dienen. Reinigen lassen sie sich leicht, wenn sie einmal gerade nicht bewohnt werden. Doch noch sind sie recht neu und warten auf diejenigen, die bei ihnen einziehen wollen...

Montag, 11. Januar 2016

Salamandra salamandra



Allein der Name ist fantastisch und so klangvoll wie eine Zauberformel! Zahlreiche Mythen rankten sich schon in der Antike um diese Lurchart und E.T.A. Hoffmann setzte ihm in der romantischen Novelle "Der goldene Topf" ein Denkmal in Gestalt des zaubernden Archivars Lindhorst, der in Wahrheit ein Salamander und Elementargeist ist, aus dem fernen Atlantis verbannt.
Dieser hübsche Kerl hier wohnte schon immer im Teutoburger Wald und genießt seine Freiheit. Feuersalamander werden mancherorts auch Erdmännchen genannt, weil sie bevorzugt bei Regen aus ihren schützenden Unterschlupfen hervorkommen. Aber leider sind sie aktuell besonders gefährdet, nicht nur durch den Straßenverkehr. Wie schon bei den Bienen, die unter der eingeschleppten Varroa-Milbe leiden, kommt die Gefährdung auch hier aus dem asiatischen Raum, diesmal in Form eine Hautpilzes, der tödlich wirkt und wahrscheinlich über den internationalen Handel mit Terrarientieren nach Europa kam. Ist es denn angesichts dieser großen Gefahr für die freien Salamander nötig, asiatische Salamander und andere Lurche im Terrarium zu haben, wenn doch ein aufmerksamer Gang durch Wald und Garten die einheimischen Amphibien in voller Schönheit  und Freiheit zeigt? Jedenfalls hat die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e. V. (DGHT) für das Jahr 2016 den Feuersalamander als „Lurch des Jahres“ gewählt... Mehr Infos zur aktuellen Situation des Salamanders in Deutschland gibt es hier.