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Donnerstag, 18. Mai 2017

Abseilen mit Schneckenschleim


Die Schnecken machen sich an regennassen Abenden wie diesem wieder über meine Pflanzen im Garten her.  Irgendwie sind sie überall, ihr Kommen und Gehen verliert sich im Dunkeln, und schnell sind sie auf ihre Art auch noch... Aber ich bin müde von der Arbeit und habe heute eigentlich keine Lust, sie wieder abzusammeln und zum Waldrand zu bringen - sollen sie doch fressen. Doch da - sehe ich recht?!



Vor meinen Augen überwindet die Schnecke mit lässiger Eleganz und der ihr eigenen Selbstverständlichkeit die verschiedenen Etagen meines sprießenden Alants, ... 

... zuverlässig getragen und abgeseilt vom eigenen Schneckenschleim! Ich staune nicht schlecht!












Und genauso formvollendet landet sie auf ihrem Zielblatt mit einer Körperspannung, die sonst nur Tänzer aufweisen. Ich bin ehrlich begeistert.

Der Schleim hat sie in ihrem Tempo von oben nach unten geleitet (aufwärts muss sie aber wieder zu Fuß gehen - wenn ich sie nicht inzwischen in den Wald bringe). 

Übrigens soll ja bei Schneckenschleim angeblich nichts so richtig helfen, wenn man ihn mal an den Fingern hat. Aber es ist einfach: die Hände an einem trockenen Tuch abreiben, daran haftet er sofort. 

Schnecken kann man also nicht nur bekämpfen, sondern auch beobachten. Es lohnt sich! Es sind faszinierende Tiere! Es gibt auch ein spannendes Buch über sie, das ich nur empfehlen kann: Das Geräusch einer Schnecke beim Essen von Elisabeth Tova Bailey. 


Dienstag, 2. Mai 2017

Das Moor ruft!


Denk daran:
Dich um mal wieder um dich selbst zu kümmern,

den Augenblick zu genießen,

das eigene Heim schön herzurichten,

dich auf die Früchte des Sommers zu freuen,

lebendig und flexibel wie ein Baum zu sein,

dich ab und zu über die Dinge zu erheben

und deinem eigenen Weg zu folgen.

...


Mittwoch, 19. April 2017

Stadtnatur

Dieser Baum steht in Wien, gegenüber einer ehemaligen Wohnung Beethovens, wo dieser zwischen 1804 und 1814 mehrfach wohnte, dem Pasqualatihaus. Das Haus steht fast direkt am Ring, gegenüber der Universität, und schaut in Richtung der damals noch sehr grünen äußeren Bezirke. Um was für eine Baumart es sich hier handelt, weiß ich nicht genau, es ist auch kein besonders prächtiger. Aber mich hat dieser Baum in seinem "Auftreten" beeindruckt! Er steht einfach am Rande der schmalen kleinen Straße, gegenüber dem Hauseingang, zwischen den alten und neuen Gebäuden und Straßenzügen, und ist doch eigentlich immer derselbe geblieben. 
Vielleicht hat er damals als junger Sprössling auch schon da gestanden... und Herr van B. tauchte gedankenvoll und schweigend aus dem dunklen Hausflur auf, zog draußen das Tor hinter sich ins Schloss und entfernte sich, auf dem Weg zur Probe, zum Konzert oder zur Inspiration auf einen kleinen Spaziergang... 
Zwischen damals und heute ist so viel geschehen, und doch hören wir diese aufregende Musik, sehen und spüren die quirlige Stadt - und der Baum wächst damals wie heute einfach weiter und lebt mit den Jahreszeiten...