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Donnerstag, 18. Mai 2017

Abseilen mit Schneckenschleim


Die Schnecken machen sich an regennassen Abenden wie diesem wieder über meine Pflanzen im Garten her.  Irgendwie sind sie überall, ihr Kommen und Gehen verliert sich im Dunkeln, und schnell sind sie auf ihre Art auch noch... Aber ich bin müde von der Arbeit und habe heute eigentlich keine Lust, sie wieder abzusammeln und zum Waldrand zu bringen - sollen sie doch fressen. Doch da - sehe ich recht?!



Vor meinen Augen überwindet die Schnecke mit lässiger Eleganz und der ihr eigenen Selbstverständlichkeit die verschiedenen Etagen meines sprießenden Alants, ... 

... zuverlässig getragen und abgeseilt vom eigenen Schneckenschleim! Ich staune nicht schlecht!












Und genauso formvollendet landet sie auf ihrem Zielblatt mit einer Körperspannung, die sonst nur Tänzer aufweisen. Ich bin ehrlich begeistert.

Der Schleim hat sie in ihrem Tempo von oben nach unten geleitet (aufwärts muss sie aber wieder zu Fuß gehen - wenn ich sie nicht inzwischen in den Wald bringe). 

Übrigens soll ja bei Schneckenschleim angeblich nichts so richtig helfen, wenn man ihn mal an den Fingern hat. Aber es ist einfach: die Hände an einem trockenen Tuch abreiben, daran haftet er sofort. 

Schnecken kann man also nicht nur bekämpfen, sondern auch beobachten. Es lohnt sich! Es sind faszinierende Tiere! Es gibt auch ein spannendes Buch über sie, das ich nur empfehlen kann: Das Geräusch einer Schnecke beim Essen von Elisabeth Tova Bailey. 


Dienstag, 2. Mai 2017

Das Moor ruft!


Denk daran:
Dich um mal wieder um dich selbst zu kümmern,

den Augenblick zu genießen,

das eigene Heim schön herzurichten,

dich auf die Früchte des Sommers zu freuen,

lebendig und flexibel wie ein Baum zu sein,

dich ab und zu über die Dinge zu erheben

und deinem eigenen Weg zu folgen.

...


Sonntag, 12. Februar 2017

Am Bach


Strukturen und Spiegelungen, Umgebung und Untergrund, Licht und Schatten, Geräusche und Gerüche, Fließtempo und Jahreszeit...
Alles fließt ein in den Moment, in dem ich einfach da bin, wahrnehme und staune.




Am Bach sein tut der Seele gut.


Donnerstag, 3. November 2016

Der November ist schön!


Wenn ich draußen bin oder auch von drinnen hinausschaue: der November ist schön! Und er ist dunkel, ja. Das Licht reduziert sich nun endgültig auf ein Minimum. Aber was für wertvolle, schöne Augenblicke schenkt uns dieser Monat! 
Nebelverhangene Berghänge und Ebenen, die sich nach der Klarheit der wärmeren Jahreszeit endlich in Schweigen hüllen; das Geräusch dicker Tropfen, die auf auf das letzte noch an den Bäumen hängende Laub fallen; das letzte Rauschen der Laubbäume, bevor sie ihre Blätterpracht ganz verloren haben und ebenfalls verstummen. 


Und dann sind da die vielen Farben, die durch die Nässe umso leuchtender sind! Im Wald riecht es nach Feuchtigkeit und Erde, und Spinnen schmücken alles mit ihren feinen Gespinsten.



Die Vogelschwärme lassen mich aufhorchen und manchmal auch spüren, dass der Horizont und mein Spielraum viel weiter sind, als ich mir in meinem kleinen Alltag manchmal vorstellen kann. Das ist tröstlich. 






Ich finde, dass gerade jetzt, wenn sich scheinbar alles Helle, Freundliche, Warme von uns verabschiedet, wir umso mehr hinaus in die Natur gehen sollten, um diese stillen Schätze mit allen Sinnen wahrzunehmen und daran teilzuhaben.