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Dienstag, 2. Mai 2017

Das Moor ruft!


Denk daran:
Dich um mal wieder um dich selbst zu kümmern,

den Augenblick zu genießen,

das eigene Heim schön herzurichten,

dich auf die Früchte des Sommers zu freuen,

lebendig und flexibel wie ein Baum zu sein,

dich ab und zu über die Dinge zu erheben

und deinem eigenen Weg zu folgen.

...


Mittwoch, 19. April 2017

Stadtnatur

Dieser Baum steht in Wien, gegenüber einer ehemaligen Wohnung Beethovens, wo dieser zwischen 1804 und 1814 mehrfach wohnte, dem Pasqualatihaus. Das Haus steht fast direkt am Ring, gegenüber der Universität, und schaut in Richtung der damals noch sehr grünen äußeren Bezirke. Um was für eine Baumart es sich hier handelt, weiß ich nicht genau, es ist auch kein besonders prächtiger. Aber mich hat dieser Baum in seinem "Auftreten" beeindruckt! Er steht einfach am Rande der schmalen kleinen Straße, gegenüber dem Hauseingang, zwischen den alten und neuen Gebäuden und Straßenzügen, und ist doch eigentlich immer derselbe geblieben. 
Vielleicht hat er damals als junger Sprössling auch schon da gestanden... und Herr van B. tauchte gedankenvoll und schweigend aus dem dunklen Hausflur auf, zog draußen das Tor hinter sich ins Schloss und entfernte sich, auf dem Weg zur Probe, zum Konzert oder zur Inspiration auf einen kleinen Spaziergang... 
Zwischen damals und heute ist so viel geschehen, und doch hören wir diese aufregende Musik, sehen und spüren die quirlige Stadt - und der Baum wächst damals wie heute einfach weiter und lebt mit den Jahreszeiten... 

Sonntag, 27. November 2016

Dialog zwischen Oben und Unten

Im Wald bin ich gewesen, als die Sonne nach einer frostigen Nacht langsam aufstieg und ihre hellen Strahlen schließlich unvermittelt den Boden erreichten und ihn wachkitzelten. Dieser antwortete ohne zu zögern und dampfte der Sonne kräftig aus allen Löchern entgegen. Fast hätte er sich gedehnt, gegähnt und gestreckt...


Auch eine unverhoffte Begegnung mit dem ein oder anderen Elf, der seine kleine Behausung lüften und das Bettzeug ausschüttelt würde, schien jetzt im Bereich des Möglichen zu sein...

Donnerstag, 3. November 2016

Der November ist schön!


Wenn ich draußen bin oder auch von drinnen hinausschaue: der November ist schön! Und er ist dunkel, ja. Das Licht reduziert sich nun endgültig auf ein Minimum. Aber was für wertvolle, schöne Augenblicke schenkt uns dieser Monat! 
Nebelverhangene Berghänge und Ebenen, die sich nach der Klarheit der wärmeren Jahreszeit endlich in Schweigen hüllen; das Geräusch dicker Tropfen, die auf auf das letzte noch an den Bäumen hängende Laub fallen; das letzte Rauschen der Laubbäume, bevor sie ihre Blätterpracht ganz verloren haben und ebenfalls verstummen. 


Und dann sind da die vielen Farben, die durch die Nässe umso leuchtender sind! Im Wald riecht es nach Feuchtigkeit und Erde, und Spinnen schmücken alles mit ihren feinen Gespinsten.



Die Vogelschwärme lassen mich aufhorchen und manchmal auch spüren, dass der Horizont und mein Spielraum viel weiter sind, als ich mir in meinem kleinen Alltag manchmal vorstellen kann. Das ist tröstlich. 






Ich finde, dass gerade jetzt, wenn sich scheinbar alles Helle, Freundliche, Warme von uns verabschiedet, wir umso mehr hinaus in die Natur gehen sollten, um diese stillen Schätze mit allen Sinnen wahrzunehmen und daran teilzuhaben.

Sonntag, 9. Oktober 2016

Und sprießt und sprießt...


Heute habe ich sie wieder besucht. Die Robinie am Waldrand wächst weiter, 
ohne Wurzeln, wo sie es hernimmt, weiß ich nicht. 











Ihre Zweige werden immer kräftiger und treiben unentwegt. Ich beobachte es mit Spannung, habe aber auch das Gefühl, es kann nur mit einer gewissen Verzweiflung geschehen. Im Grunde meines Herzens hoffe ich, dass sie eine Chance hat und im wahrsten Sinne des Wortes wieder Fuß fasst.



Dienstag, 4. Oktober 2016

Rüschen und Ringel


Flechten schmiegen sich vornehm fein gerüscht an blanken Fels
die Kiefer, aufstrebend und gut geerdet, zeigt sich im extrakurzen Reifrockringel.



Beifällig nicken Birken und Buchen, Wind rauscht anerkennend im Vorbeiwehen.
Das kleine Grasbüschelchen aber steht still da und überlegt, ob seine elegant geschwungenen Streifen überhaupt wahrgenommen worden sind. 

Montag, 26. September 2016

Waldrand-Wunder

Die besondere Schnittfläche eines gefällten Stammes hatte ich im zeitigen Frühjahr entdeckt und fotografiert - fasziniert von der besonderen Schönheit, zugleich begleitet von einer leisen Wehmut.
Jetzt im Spätsommer kam ich wieder dorthin und traute meinen Augen kaum: da sprossen neue Triebe aus dem gefällten Stamm! Auch wenn Biologen das nüchtern erklären können (können sie das?): Mich berührt dieser Anblick sehr. 




Montag, 12. September 2016

Dunkelbunt















Dunkelbunt auf Braun finde ich schön, 
so wie es in der Rinde eines alten Baumes zu finden ist. In Filz wurde eine Tasche daraus, eine stille, tiefe, ruhige Farbe, die mir unauffällig gut tut. 

Montag, 16. Mai 2016

Alt und Neu

Im Wald war ich heute. Nicht weit und auch nicht lange, aber intensiv, mit Blick für die kleinen Dinge. Und da gibt Wunderbares zu entdecken! Die jungen "Wipfel" der Nadelbäume sind jetzt in ihrem zarten Jugendstadium, und auch der Uhu verjüngt anscheinend gerade sein Federkleid. Alles geht draußen seinen Gang, und das ist gut so.



Samstag, 19. März 2016

Frühlingsklang




Früh, an einem nebel-kühlen Morgen, war der Auenwald zurückhaltend, und doch voller Versprechungen. Einem unbekannten Weg folgend, fand ich mich bald mitten in einem überraschend lauten Vogelkonzert. Hört selbst!




Freitag, 19. Februar 2016

Sonntag, 31. Januar 2016

Berg-Sommer-Souvenir

Wilde Natur in den Alpen bei Meran
Wildes Sammelsurium verschiedener Wollsorten zuhause

Die Farben des Spätsommers! 
Das Grün, schon mit Gold- 
und Brauntönen durchmischt, 
und in der summenden Hitze 
der Duft nach trockenen Nadeln und Zweigen... - 

Warme Erinnerungen in der kalten Nässe dieser Tage!


Freitag, 22. Januar 2016

Kalter Tag an den Alleen

Die Alleebäume haben es mir angetan.
Gerade im Winter zeigen sie ihre bizarre Schönheit!
Baumreihen am Morgen
Fürstenallee
Alte und junge Alleebäume im Licht der untergehenden Sonne