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Montag, 29. Mai 2017

Leben eben...

Irgendwie unvorstellbar und doch real, wie der grüne Trieb durch die Asphaltdecke findet! Aber er schafft es an vielen Stellen des ausgebesserten Feldweges, als sei das ganz selbstverständlich. Bald wird die Straßendecke wieder genauso durchlöchert und rissig sein wie vor der Reparatur... 


Donnerstag, 18. Mai 2017

Abseilen mit Schneckenschleim


Die Schnecken machen sich an regennassen Abenden wie diesem wieder über meine Pflanzen im Garten her.  Irgendwie sind sie überall, ihr Kommen und Gehen verliert sich im Dunkeln, und schnell sind sie auf ihre Art auch noch... Aber ich bin müde von der Arbeit und habe heute eigentlich keine Lust, sie wieder abzusammeln und zum Waldrand zu bringen - sollen sie doch fressen. Doch da - sehe ich recht?!



Vor meinen Augen überwindet die Schnecke mit lässiger Eleganz und der ihr eigenen Selbstverständlichkeit die verschiedenen Etagen meines sprießenden Alants, ... 

... zuverlässig getragen und abgeseilt vom eigenen Schneckenschleim! Ich staune nicht schlecht!












Und genauso formvollendet landet sie auf ihrem Zielblatt mit einer Körperspannung, die sonst nur Tänzer aufweisen. Ich bin ehrlich begeistert.

Der Schleim hat sie in ihrem Tempo von oben nach unten geleitet (aufwärts muss sie aber wieder zu Fuß gehen - wenn ich sie nicht inzwischen in den Wald bringe). 

Übrigens soll ja bei Schneckenschleim angeblich nichts so richtig helfen, wenn man ihn mal an den Fingern hat. Aber es ist einfach: die Hände an einem trockenen Tuch abreiben, daran haftet er sofort. 

Schnecken kann man also nicht nur bekämpfen, sondern auch beobachten. Es lohnt sich! Es sind faszinierende Tiere! Es gibt auch ein spannendes Buch über sie, das ich nur empfehlen kann: Das Geräusch einer Schnecke beim Essen von Elisabeth Tova Bailey. 


Dienstag, 2. Mai 2017

Das Moor ruft!


Denk daran:
Dich um mal wieder um dich selbst zu kümmern,

den Augenblick zu genießen,

das eigene Heim schön herzurichten,

dich auf die Früchte des Sommers zu freuen,

lebendig und flexibel wie ein Baum zu sein,

dich ab und zu über die Dinge zu erheben

und deinem eigenen Weg zu folgen.

...


Sonntag, 19. März 2017

Strohgelb...


 ... geht als Farbe dem neuen Grün voraus, ...
... märchenhaft funkelnd wie aus Gold und Silber...


Mittwoch, 7. Dezember 2016

Zuckerball-Poesie

Äpfel - mit und dann wieder (fast) ohne Frost.





Wunderbar, nicht?

Sonntag, 27. November 2016

Dialog zwischen Oben und Unten

Im Wald bin ich gewesen, als die Sonne nach einer frostigen Nacht langsam aufstieg und ihre hellen Strahlen schließlich unvermittelt den Boden erreichten und ihn wachkitzelten. Dieser antwortete ohne zu zögern und dampfte der Sonne kräftig aus allen Löchern entgegen. Fast hätte er sich gedehnt, gegähnt und gestreckt...


Auch eine unverhoffte Begegnung mit dem ein oder anderen Elf, der seine kleine Behausung lüften und das Bettzeug ausschüttelt würde, schien jetzt im Bereich des Möglichen zu sein...

Sonntag, 9. Oktober 2016

Und sprießt und sprießt...


Heute habe ich sie wieder besucht. Die Robinie am Waldrand wächst weiter, 
ohne Wurzeln, wo sie es hernimmt, weiß ich nicht. 











Ihre Zweige werden immer kräftiger und treiben unentwegt. Ich beobachte es mit Spannung, habe aber auch das Gefühl, es kann nur mit einer gewissen Verzweiflung geschehen. Im Grunde meines Herzens hoffe ich, dass sie eine Chance hat und im wahrsten Sinne des Wortes wieder Fuß fasst.



Montag, 26. September 2016

Waldrand-Wunder

Die besondere Schnittfläche eines gefällten Stammes hatte ich im zeitigen Frühjahr entdeckt und fotografiert - fasziniert von der besonderen Schönheit, zugleich begleitet von einer leisen Wehmut.
Jetzt im Spätsommer kam ich wieder dorthin und traute meinen Augen kaum: da sprossen neue Triebe aus dem gefällten Stamm! Auch wenn Biologen das nüchtern erklären können (können sie das?): Mich berührt dieser Anblick sehr.